Kurznachrichten

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23.11.2017:
Leda-Polder soll auf Eignung untersucht werden

Der Masterplan Ems 2050 sieht neben der Lösung des Schlickproblems in der Ems auch die Schaffung und Aufwertung jener Lebensräume vor, die für einen von Ebbe und Flut geprägten Fluss typisch sind. Damit sollen die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere verbessert werden. Für diesen Zweck ist vorgesehen, bis zum Jahr 2050 insgesamt 500 Hektar am Fluss zu sichern. Bis zum Jahr 2025 sieht der Plan vor, davon bereits 152 Hektar zu beschaffen.

Dazu wurde bereits im Anhang zum Masterplan-Vertrag der 1959 in Betrieb genommene Hochwasser-Entlastungspolder Leer mit einer Größe von etwa 135 Hektar als eines der möglichen Gebiete genannt. Er liegt südlich der Leda-Mündung in der Gemeinde Westoverledingen und der Stadt Leer. Der überwiegende Teil des Polders wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Daneben befinden sich geschützte Biotope im Polder. Der Hochwasserpolder wird immer dann zur Abwendung von Überschwemmungsgefahren geflutet, wenn ein Binnenhochwasser die Wasserstände im Leda-Jümme-Gebiet ansteigen lässt und gleichzeitig eine Sturmflut den Wasserabfluss verhindert. Die Flächen befinden sich im Eigentum des Leda-Jümme-Verbandes.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat begonnen, Informationen und Rahmenbedingungen zum Leda-Polder Leer zusammenzustellen, um die grundsätzliche Realisierbarkeit von Lebensräumen, die von Ebbe und Flut beeinflusst werden, an diesem Ort zu untersuchen.

Eine erste Informationsveranstaltung des NLWKN hat dazu unter Beteiligung des Amts für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (ArL) mit dem Leda-Jümme-Verband, den Behörden, beteiligten Verbänden und weiteren Interessenträgern am 23.11.2017 in Leer stattgefunden. Dort wurden die bisher vom NLWKN zusammengetragenen Daten vorgestellt.

In der Veranstaltung ist seitens des Leda-Jümme-Verbandes deutlich gemacht worden, dass der Polder Leer mit einem Stauvolumen von 3,2 Mio. m³  für die Sicherheit des Verbandsgebietes eine herausragende Rolle spielt. Der Leda-Jümme-Verband hat die Aufgabe, die Grundstücke seines Gebietes vor Hochwasser zu schützen und die erforderlichen Anlagen herzustellen und zu unterhalten. Daher hat die Beibehaltung der Hochwasserentlastungsfunktion des Polders , mindestens auf derzeitigem Niveau, für den Leda-Jümme-Veband oberste Priorität.